Rattenüberwachung

Die Wanderratte hat sich eindrucksvoll verbreitet <br>© Ilia Shcherbakov / FotoliaUm das 17. Jahrhundert kamen Wanderratten aus Steppen in der Mongolei und in China nach Mitteleuropa. Seit dieser Zeit verdrängen sie die alteingesessenen Hausratten Zug um Zug. Im Gegensatz zu Letzteren finden die ursprünglich unterirdisch lebenden Wanderratten auch in modernen Großstädten ideale Lebensbedingungen vor. Die Gründe dafür liegen einerseits im dortigen Nahrungsüberfluss, andererseits in den Labyrinthen von Kanalisation und U-Bahnen sowie in üppigen Bepflanzungen mit Bodendeckern, welche ausreichend Schutz bieten.

Ratten werden seit frühen Zeiten als Nahrungskonkurrenten von Menschen gehasst und verfolgt. Geradezu geächtet werden sie seit dem Aufkommen der modernen Pestforschung anlässlich der letzten Beulenpestepidemien in Indien und Hongkong um 1900. Wissenschafter erkannten damals die Bedeutung von Hausratten als Reservoir für das Pestbakterium. Ratten- und Menschenflöhe übertrugen die Bakterien auf Menschen, welche in früheren Beulenpestepidemien massenweise daran starben.

in weiterer Folge entstand 1925 ein eigenes Ratten-Gesetz in Österreich. Darauf bauten die einzigartigen Wiener "Rattenverordnungen" auf. Seit damals verordnet das Magistrat periodische "Rattennachschauen" auf Kosten der LiegenschaftseigentümerInnen.


Wanderratten sind prinzipiell vorsichtig <br>© Hans-Jörg Hellwig / WikipediaJahrzehntelang wurden den EigentümerInnen und in der Folge auch MieterInnen von Immobilien und Grundstücken in Wien „Rattennachschauen“ durch vorgegebene Firmen auferlegt. Die Stadt war Jahrzehnte lang in "Rattenrayons" aufgeteilt, wo die verordneten "Rattennachschauen" jeweils einem Unternehmen anvertraut wurden. Die davon profitierenden Firmen wurden selbst vor anderen Schädlingsbekämpfern geheim gehalten.

Die Wiener Wirtschaftskammer und das Gesundheitsamt boykottierten jeglichen Versuch zur Klärung und Abschaffung dieser marktverzerrenden Privilegien. Die mangelnde Transparenz hinsichtlich der Zuteilung wundert nicht weiter, wusste man, dass Betriebe mit Innungsvertretern, deren Familienmitgliedern sowie Verwandten unter den Gesellschaftern sich einen Löwenanteil aus den lukrativen "Rattennachschauen" sicherten.

Noch bedenklicher war, dass die zuständige Gesundheitsbehörde offenbar keinen Überblick hatte. Die Auskunft des Magistrat, wonach die „Dienstleistungskonzessionsaufträge“ zur Rattenüberwachung nur mit hohem Verwaltungsaufwand zu rekonstruieren gewesen wären, untermalte das Scheitern dieser monopolartigen Marktregelung. Denn die fragwürdigen Daueraufträge an bestimmte Betriebe werden mit der besseren Übersicht und Kontrolle der Situation begründet.


Obwohl die WienerInnen seit Jahrzehnten für „Rattennachschauen“ zahlen, liegen kaum Daten über die örtlichen Nagerpopulationen vor! Die wenigen Angaben offizieller „Vertreter“ der Schädlingsbekämpfer waren widersprüchlich und auf den jeweiligen Zweck abgestimmt. Einerseits wurden unrealistisch hohe Vermehrungsquoten kolportiert und sogar vor einer Rattenplage gewarnt. Andererseits wurde zur Verteidigung der exklusiven „Rattenrayons“ in Wien die hiesige Nagersituation quasi als vorbildlich gelobt.
Die Realität in manchen Wiener Kellern, Höfen, und Grünflächen ist jedenfalls ernüchternd.

Gift wird bis heute zum Teil ungesichert und deplatziert ausgelegt, eine eher sorglose Praxis, die nicht bloß unbeaufsichtigte Kleinkinder und Haustiere gefährden kann, sondern auch hohe Folgekosten auf Grund von Resistenzen verursachen könnte. Offensichtlich führen Kräfte mit sehr unterschiedlichen Ausbildungsniveaus „Rattennachschauen“ und -bekämpfungen durch.

Örtlich `gedeihende´ Rattenpopulationen, Unmengen ausgebrachter Gifte, entsprechende Risiken und mangelnder Überblick sind Ergebnisse dieser althergebrachten Bewirtschaftung ohne jeglichen Konkurrenzdruck. Trotzdem überlebten die Wiener „Rattenrayons“ nicht nur die örtlichen Hausratten, sondern auch die berühmten Monopole der Rauchfangkehrer und sogar den Beitritt Österreichs zum „freien“ europäischen Markt. Selbst die Aufhebung des „Ratten-Gesetzes“ als gesetzliche Grundlage mit Jahresende 2001 konnte die einträglichen Geschäfte in den Wiener „Rattenrayons“ nicht stoppen. Keiner der eingesessenen Rayonbewirtschafter informierte damals seine KundInnen über den Wegfall der Kontrollpflicht!


Wanderratten sind auch im Winter aktiv <br>© Mpeinado / WikipediaNach Aufhebung des Rattengesetzes bedurfte es einer neuen gesetzlichen Grundlage. Unter größter Diskretion erarbeitete der Wiener Magistrat einen Entwurf für eine neue Rattenverordnung. Dieser hätte ungeachtet der EU-Mitgliedschaft wieder monopolartige Marktverhältnisse in Wien ermöglicht! Dennoch schaffte es die offizielle „Interessensvertretung“ der Wiener Schädlingsbekämpfer, diesen ohne das Wissen von Mitgliedsbetrieben durch die Begutachtung im Wiener Gemeinderat zu bringen. Zufällig erfuhren andere Fachbetriebe davon und konnten im letzten Moment über ein Expertenkomitee die Neuauflage der althergebrachten Marktregelung abwenden.

Seit 2005 schreibt eine neue Rattenverordnung wieder jedem/r Immobilien- oder Grund(mit)eigentümerIn in Wien periodische Rattenkontrollen vor. Seitdem können die WienerInnen allerdings den Schädlingsbekämpfungsbetrieb dafür erstmals frei wählen und - auch ohne Angaben von Gründen - wieder verabschieden. Der Markt und dessen Aufteilung von einst blieben lange erhalten. Verschiebungen von Marktanteilen ergaben sich hauptsächlich durch Unternehmensverkäufe, wobei Einnahmen aus dem verordneten Rattengeschäft in Wien den Kaufpreis maßgeblich mitbestimmten.

Als einziger Betrieb unter biowissenschaftlicher Leitung mit viel Umweltschutzpraxis führt BIOSECURITY die in Wien verordnete Rattenüberwachung mit vielen Extras durch.


Nagern auf der Spur <br>© Dr. Daniel SlamaIm Gegensatz zu Rattennachschauen wie gehabt werden Optimierte Rattenüberwachungen von Biologen koordiniert bzw. durchgeführt. Ziel unserer wissensbasierten Dienstleistungen ist es, die Sicherheit für Menschen, deren Güter und Haustiere sowie für die Umwelt so weit wie möglich zu erhöhen.
Darüber hinaus gewährleistet die hierzulande einzigartige Beteiligung eines Toxikologen im Unternehmen sichere Bekämpfungen sowie die strategische Vorbeugung von Wirkstoffimmunitäten bei Nagern. Solche Resistenzen sind in der Regel durch die Wahl der Köder bedingt und können Kostenexplosionen nach sich ziehen.
Für besonders heikle und akute Probleme mit Ratten steht - als weitere Besonderheit dieses Unternehmens - ein eingespieltes Hundeteam als „Spezialisten der anderen Art“ bereit.

Die umgehende Information unserer AuftraggeberInnen über veränderte rechtliche Rahmenbedingungen ist für uns selbstverständlich. Ein Verzicht auf die Weitergabe relevanter Informationen an die AuftraggeberInnen, wie er im Jahr 2001 zahllosen Immobilien- und Grund(mit)eigentümerInnen, sowie MieterInnen in Wien wiederfuhr, ist für uns unvorstellbar. Damals ist diesen der Wegfall der Rattenkontrollpflicht vorenthalten worden, was über Jahre unnötige Ausgaben verursachen.

Knowhow, Information, Genauigkeit und Verlässlichkeit sowie faire Preis-Leistungs-Verhältnisse kennzeichnen die zeitgemäße Rattenüberwachung von BIOSECURITY.


Ein Anruf oder ein e-mail mit Bekanntgabe der Gesamtgrundfläche einer bestimmten Liegenschaft genügt, um ein überzeugendes Angebot für eine Optimierte Rattenüberwachung gemäß Stand von Wissenschaft und Technik von uns zu bekommen.

Je nach Standort einer Liegenschaft in Wien sind entweder drei oder sechs Kontrollen pro Jahr vorgeschrieben. Wie oft eine bestimmte Liegenschaft zu kontrollieren ist, kann nur mühsam zwischen aufgelisteten Straßenzügen in zwei Anhängen der Rattenverordnung heraus gesucht werden. Auch bei diesbezüglichen Unklarheiten geben wir gerne Auskunft. Denn über Jahrzehnte haben es weder der Magistrat, noch die von Rattenrayons profitierenden Schädlingsbekämpfer für notwendig erachtet, die Gebiete mit den zwei unterschiedlichen Kontrollintervallen übersichtlich darzustellen. Der Aufwand wäre in Relation zum Nutzen für die WienerInnen minimal gewesen, schon deshalb, weil diese Gebiete extrem lange unverändert blieben. Die beiden voneinander abweichenden Kontrollintervalle sollten den örtlich unterschiedlich hohen Risiken von Rattenaufkommen gerecht werden. Berücksichtigt man einerseits die rasche Fortpflanzung dieser Nager, andererseits die städtebaulichen Veränderungen, so werfen die über Jahrzehnte unverändert gebliebenen „Nachschauperioden“ einige Fragen auf.

Fragen betreffend die Umsetzung der Wiener Rattenverordnung ergeben sich gelegentlich auch auf Grund unregelmäßiger oder ungewöhnlicher Kontrollintervalle sowie hinsichtlich mancher Köderauslegungen von Mitbewerbern.

Auf Wunsch überprüft BIOSECURITY die Qualität der Umsetzung der in Wien verordneten Rattenkontrollen und Bekämpfungen in bestimmten Liegenschaften.