SCHUTZ FÜR IMMOBILIEN VOR ALGEN, PILZEN, ETC

Algenbewuchs ist oft ein optisches Problem <br>© Dr. Daniel Slama Eine weitgehend unbekannte Gruppe biotischer „Gebäudeschädlinge“ bilden jene Lebewesen, welche im Verdacht stehen, die von ihnen besiedelten Fassaden und Außenbauteile zu beeinträchtigen.

Diese sehr gemischte Gruppe umfasst neben Algen und Bakterien, Pilze, Flechten und Moose. Bislang wurden in Mitteleuropa etwa hundert, für Außenbereiche von Gebäuden relevante Mikroalgen und andere Mikroorganismen beschrieben.

Die häufigsten Lebewesen an Fassaden usw. sind Blaualgen. Anders als „echte“ Algen sind dies keine Pflanzen, sondern Bakterien. Unter den echten Algen sind vor allem Luftalgen, allen voran Grünalgen, stark vertreten. Hinzu kommen mehrere Arten von Pilzen, Flechten und Moosen. Bei Letzteren handelt es sich mehrheitlich um Laubmoose. Flechten sind Symbiosen bestimmter Pilze und Algen, die wechselseitig voneinander profitieren.

In den meisten Fällen treten viele Arten gemeinsam auf. Die Bestimmung ist nur teilweise möglich, da bislang erst geschätzte 20 % der vorkommenden Arten bekannt sind.


Neuartige Fassadenbeschichtungen begünstigen Besiedlungen durch Algen, Pilze & Co. <br>© Dr. Daniel SlamaEs gibt viele offene Fragen hinsichtlich der beteiligten Arten und deren Auswirkungen auf Baumaterialien und Beschichtungen. Der Hauptgrund dafür ist, dass derartige Fassadenbesiedlungen ein relativ junges Phänomen sind.

Probleme mit Algen und Co an Gebäuden sind erst in den letzten Jahrzehnten mit der weiten Verbreitung von Wärmedämmungen und immer dünneren Beschichtungen aufgekommen.

Die mit der Dämmung einher gehenden Temperaturschwankungen und erhöhten Wasserhaushalte fördern den Bewuchs. Tagsüber erwärmen sich gedämmte Fassaden, in der Nacht kühlen sie außen ab, so dass Wasser darauf kondensiert. Zudem behindert der auf Grund der Dämmung eingeschränkte Wärmetransport von innen nach außen die Trocknung der Bauteile.

Modernisierungen von Heizungen und Umstellungen auf schwefelarme Brennstoffe haben in den letzten Jahrzehnten den Säuregehalt in der Luft reduziert und damit das Algenwachstum begünstigt. Auch die geringe Alkalität der dünnen Fassadenbeschichtungen fördert deren Wachstum, so bald eine dünne Staubschicht entsprechend Nahrung bietet.

Lebewesen an Fassaden und anderen Außenflächen von Gebäuden sind hinsichtlich Nahrung extrem genügsam. Sie überleben dank geringster Mengen anorganischer Nährstoffe, einerseits aus Baustoffen des besiedelten Untergrundes, andererseits aus Verschmutzungen, welche über Luft und Regen heran getragen werden und sich dort im Staub ansammeln. Algen auf Fassaden etc. werden vor allem durch Stickoxyde der umgebenden Atmosphäre gedüngt.

Wasser (bzw. Feuchtigkeit) ist für Pflanzen so lebenswichtig, wie Licht oder Nährstoffe. Dies gilt auch für die botanisch zu den Niederen Pflanzen zählenden Algen und Moose. Ebenso wichtig ist Feuchtigkeit für weitere Fassadenbewohner wie Pilze und Flechten.

Auch wenn die Austrocknungstoleranzen der Bewohner von Fassaden und Außenbauteilen entsprechend den starken Feuchtigkeitsschwankungen im Freien höher sind, als jene von Mikroorganismen in Innenräumen, ist eine Mindestfeuchte lebenswichtig. Wie diese Feuchtigkeit mit der jeweiligen Bausubstanz interagiert, darüber kann nur spekuliert werden.

Meist werden Vergrünungen an Fassaden etc. durch Algen und andere Mikroorganismen als optische Probleme empfunden. Die Unzufriedenheit der Betroffenen ist besonders groß, wenn die Besiedelung wenige Jahre nach Fertigstellung bzw. Sanierung von Gebäuden erfolgt.

In Fachkreisen ist bekannt, dass manche dieser Lebewesen organische Säuren an das Substrat abgeben, welche dort chemische Veränderungen herbei führen. Fallweise laugen diese den Untergrund aus und machen ihn mechanisch anfälliger. Dieser Prozess der chemischen Zersetzung läuft allerdings sehr langsam ab. Ungeachtet der vielen offenen Fragen sowie stark voneinander abweichenden Expternenmeinungen und Empfehlungen von Fachfirmen, ist Eines sicher: je trockener und sauberer eine Fassade ist, desto weniger Algen, Bakterien, Pilze, Flechten und Moose leben dort !

Zwecks Vorbeugung von Wertverlusten durch Fassadenbewuchs an Immobilien bekämpft BIOSECURITY besiedelnde Algen, Pilze etc. gezielt, sicher und umweltgerecht.

Viel problematischer als die Auswirkungen von Algen und Co. an Fassaden etc. sind Schäden, welche manche Holz zerstörenden Pilze in und an Immobilien verursachen.
Aggressiver Pilzbefall an tragenden Konstruktionsteilen kann dramatische Folgen haben.

Entsprechend der Bedeutung bestimmter Pilzarten, befasst sich der konstruktive Holzschutz in Mitteleuropa schwerpunktmäßig mit deren Bekämpfung und Vorbeugung. Dabei ist allerdings größte Vorsicht geboten! Die meisten der bei Pilzbekämpfungen ausgebrachten Fungizide weisen hohe Warmblütertoxizitäten auf.

Biozidausbringungen von BIOSECURITY werden nach Möglichkeit von Biologen oder Toxikologen geplant und durchgeführt, was zusätzliche Sicherheit bringt.