SCHUTZ FÜR HOLZGEGENSTÄNDE

Natürlicher Holzabbau durch Insekten und Pilze <br>© Dr. Daniel SlamaHolz wird nicht nur von Menschen begehrt.
Schon lange vor der Verbreitung unserer Vorfahren hatten sich Pilze und Insekten auf Holz als wichtige Nahrungsressource spezialisiert.
Bei Insekten dient das Holz meist den Larven als Nahrung. Weitere Holzschäden entstehen beim Bau von Nestern und Puppenwiegen.

Die Arten, deren Larven sich hierzulande von trockenem Holz ernähren, zerstören das befallene Holz oft völlig, wenn die Lebensbedingungen entsprechen. Deshalb sind Trockenholzinsekten auch in Österreich gefürchtet, vor allem einige Käfer. Weder Stämme, Bretter, Konstruktionsholz, noch Fertigprodukte wie Möbel, Parkette oder Antiquitäten bleiben vor deren Zerstörung verschont. Zumeist befallen die Käferlarven entweder Laub- oder Nadelholz. Sie ernähren sich von Kohlehydraten aus Zellulose, Polyosen, Zucker und Stärke sowie von Proteinen.

Fallweise verursachen hierzulande auch Holzameisen Schäden an Holz, gelegentlich auch Nager und andere Säuger. Doch sind derartige Schäden meist lokal sehr begrenzt.

Die anderenorts gefürchteten Termiten konnten trotz wiederholter Versuche wegen der kalten Winter in Österreich bislang nicht Fuß fassen.

Gravierende Probleme in Mitteleuropa gibt es auch mit Holz schädigenden Pilzen. Die oft unrichtigerweise als „Schwämme“ bezeichneten Pilze befallen mit wenigen Ausnahmen das Splintholz, während das Kernholz unversehrt bleibt.
Diese Pilze bevorzugen Substratfeuchten zwischen 35 und 60 % sowie ausreichend Luftfeuchtigkeit. Unter kritischen Feuchtigkeitswerten verfallen sie in eine Trockenstarre, welche Jahre anhalten kann.
Bei extremen Temperaturen setzen vorübergehende Kälte- bzw. Hitzestarren ein. Diese schützen die Pilze bis zum Erreichen der für sie tödlichen Temperaturen, welche oft erst bei - 40 bzw. 50-75 ° C liegen.

Meist kommt es beim Pilzbefall im Holz. zu einer Braun- oder Destruktionsfäule mit einem, die Statik gefährdenden Würfelbruch.
Ein anderes Befallsbild zeigt die Weiß- oder Korrosionsfäule, wobei das befallene Holz auflichtet, weich und schwammig wird.
Von regionaler Bedeutung ist weiters die Moderfäule nach übermäßiger Holzdurchfeuchtung.
Neben Holz werden andere zellulose- bzw. proteinhältige Materialien wie Papier, Karton, Leinen und Baumwolle von den Holz zersetzenden Pilzarten befallen.


Nahaufnahme der Holzwurm-Löcher <br>© Kai-Martin Knaak / WikipediaWeltweit erfolgt die Bekämpfung der Holzschädlinge vor allem chemisch, mit mehr oder weniger toxischen Fungiziden oder Insektiziden. Wenn möglich, sind thermische Methoden, wobei die befallenen Holzteile auch im Inneren vorübergehend auf 55°C und mehr erhitzt werden, vorzuziehen. Allerdings bieten thermische Verfahren keine vorbeugende Wirkung, wie sie manche Kontaktbiozide mit Langzeitwirkung bieten. Holzschädlinge können sich unmittelbar nach einer thermischen Behandlung ungehindert einnisten und einen neuen Befall herbeiführen. Diesen Nachteil teilen sich thermische Bekämpfungen mit Begasungen.

In manchen Fällen kann der Austausch der befallenen Holzteile eine kostengünstige Tilgung herbei führen, wenn das Befallsausmaß zuvor richtig erkannt wurde. Das Erkennen der Befallsausmaße und die Wahl der besten Methode erfordern einige Fachkenntnisse. Da beim Holzschutz hohe Kosten anfallen können, sind möglichst exakte Befallserhebungen und kompetente Vorgangsweisen von großer Bedeutung.
Auf Grund der Giftigkeit vieler vorbeugenden und bekämpfenden Holzschutzmittel ist auch toxikologisches Wissen wesentlich. Unser Toxikologe achtet deshalb immer zuerst auf Ihre Sicherheit.

BIOSECURITY steht sowohl prophylaktisch, als auch bei akuten Problemen, für diverse Holzschutzarbeiten einschließlich Anstrichen von verwitterten Holzbauteilen bereit.