SCHUTZ FÜR GESUNDHEIT VON PFLANZEN

Typischer Buchtenfraß des Gefurchten Dickmaulrüssler an Azaleen <br>© Dr. Daniel SlamaEntsprechend ihrer festsitzenden Lebensweise sind Pflanzen häufig den Einwirkungen von Seiten anderer Lebewesen stark ausgesetzt. Schäden an Nutz- und Zierpflanzen verursachen hierzulande vor allem Tiere wie Wild, Nager, Insekten wie Käfer, Wespen, Fliegen, manche „Läuse“ und „Motten & Co“, weiters Milben, aber auch Pilze, Bakterien und Viren.

Gegen viele Pflanzenschädlinge unter den Insekten erübrigt sich der Einsatz synthetischer Pestizide. Es gibt ausreichend Nützlinge unter den Mikroorganismen, Würmern, Milben, Insekten und Wirbeltieren. Die Liste potentieller Gegenspieler zu Pflanzenschädlingen ist lang und das am Markt verfügbare Nützlingsangebot erweitert sich laufend.

Wirksame Waffen im Kampf gegen Schadinsekten an Pflanzen sind weiters Pheromone. Als Sexuallockstoffe ermöglichen sie den Fang von Schädlingen eines Geschlechts. Dadurch sinkt die Anzahl der Paarungen, und somit auch jene der Nachkommen und somit reduzieren sich die Schäden.

Bei Planzenschutzmaßnahmen von BIOSECURITY haben natürliche Gegenspieler und physikalische Maßnahmen nach Möglichkeit Vorrang vor konventionellen Pestiziden.


Kastanienminiermottenprophylaxe <br>© Dr. Daniel SlamaUnter den zulässigen Pflanzenschutzprodukten verwenden wir die Formulierungen mit den geringst möglichen Warmblüter-, Fisch- und Ökotoxizitäten. Allerdings sind wegen des großen Aufwandes von Pflanzenschutzmittelregistrierungen meist nur wenige Produkte zugelassen. Paradoxerweise sind deshalb einige in toxikologischer Hinsicht bestens zu bewertende Biozide mangels wirtschaftlichen Interesses nicht mehr zulässig!

Neben gezielten Spritzungen und Vernebelungen mit ausgewählten Bioziden sowie dem Einsatz biologischer Gegenspieler bieten wir Bekämpfungen mit Insektenwachstumsregulatoren an. Diese unterbinden die Entwicklungen von Jugendstadien zu fortpflanzungsfähigen Schadinsekten und stoppen so die Vermehrung und Verbreitung. Ein gutes Beispiel dafür ist die jedes Frühjahr aufs Neue eingeleitete Vorbeugung gegen die in Blättern der Rosskastanie minierende Larve der Kastanienminiermotte Cameraria ohridella. Dieser erst seit relativ kurzer Zeit in Österreich eingebürgerte Schmetterling befällt viele ungeschützte Bäume dieser Art.

Präzise Auseinandersetzungen von BIOSECURITY mit Zielorganismen reduzieren den Pflanzenschutzmitteleinsatz, Gesundheitsrisiken und Beeinträchtigungen der Umwelt.


Wenig prägt Landschaften mehr als Bäume <br>© Dr. Daniel SlamaBäume spielen eine ganz besondere Rolle unter den Pflanzen. Sie sind nicht nur die am höchsten hinaus ragenden Vertreter der Pflanzenwelt, sondern die größten Lebewesen überhaupt. Als Spender von Früchten und Holz, aber auch als Quelle von Schatten und als Schutz gegen Austrocknung sind sie unverzichtbar.
In Städten, wo Bäume zur Zierde von Straßen, Plätzen, Parks und Gärten oder als Sichtschutz eingesetzt werden, herrschen oft schwierigste Bedingungen.
Asphalt, Beton und sonstige Bodenversiegelungen, aber auch verdichtete Böden verhindern sowohl den für das Wurzelwachstum lebenswichtigen Gasaustausch, als auch das Einsickern von Regenwasser.

Bei starker Sonneneinstrahlung kommt es durch die Bodenerhitzung und Strahlenreflektion zu erhöhten Temperaturen, welche die Auswirkungen oft chronischen Wassermangels verschärfen.

Zusätzlich setzt der intensive Stadtverkehr vielen Bäumen mit Schadstoffen zu. Das verbreitete Befahren durchwurzelter Bereiche verursacht Bodenverdichtungen und folgeschwere Anfahrschäden.
Weitere Beeinträchtigungen ergeben sich aus dem wiederholten Urinieren von Hunden und Menschen in Stamm- und Wurzelbereichen von Bäumen.


Verkrebsungen am Stamm <br>© Dr. Daniel SlamaHinzu kommt, dass viele Grabungen bei Bauarbeiten Baumwurzeln verletzen oder deren Austrocknen verursachen. Das Eindringen von Holz zerstörenden Pilzen in Wunden und die Unterversorgung ganzer Kronenteile mit Wasser und Nährstoffen sind die Folgen.

Das Immunsystem vieler Stadtbäume ist deutlich geschwächt. In Folge dessen gelingt es diesen oft nicht, Angriffe von Schwächeparasiten abzuwehren. Auch aus diesem Grund sind baumtherapeutische Maßnahmen und sorgfältige Gehölzpflege in der Stadt wichtig.

Viele kranke Bäume in Ballungsgebieten oder an Verkehrswegen werden ab Wuchshöhen von mehreren Metern zu Gefahrenquellen. Akut wird die Gefahr bei Stürmen, die in den Häuserschluchten der Stadt zu starke Böen und Düseneffekten führen.

Maßnahmen im Dienste der Baumgesundheit zielen meist weniger auf deren Wohlbefinden, als auf die Sicherheit für Menschen und Sachwerte ab. Wie verheerend sich die von Bäumen ausgehenden Gefahren in Siedlungsgebieten zT auswirken, zeigen regelmäßig Personen-, Gebäude- und Kfz-Schäden nach heftigen Stürmen.

Auch wegen zunehmender Orkane nehmen Einsätze von BIOSECURITY zwecks vorbeugender Baumkontrolle bis hin zu Fällungen bei Gefahr im Verzug deutlich zu.