Ökosysteme

Naturgeformtes Ökosystem <br>© Dr. Daniel SlamaÖkosystem kommt von den altgriechischen Wörtern oikos und systema und bedeutet so etwas wie „zusammengestelltes Haus“.
Die Naturwissenschaften bezeichnen damit ein Gefüge von vielfältigen Lebewesen (Biozönosen) samt deren Lebensräumen (Biotopen) einschließlich einseitiger sowie wechselseitiger Wirkungen zwischen diesen.
Ökosysteme werden in der Regel als offen, dynamisch und komplex betrachtet.
Mit „offen“ ist die Durchlässigkeit der Ökosysteme für Energie und Materie gemeint.
Die Bezeichnung „dynamisch“ bezieht sich auf ständige Veränderungen, die darin stattfinden.
Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht befinden sich Ökosysteme nicht in statischem Gleichgewicht. Sie sind vielfältigen Prozessen von interner Entwicklung, Anpassung und Selbstorganisation unterworfen.
Die Komplexität ergibt sich schon aus der Kombination von Lebewesen, Lebensräumen und Funktionen in einem System.
Offen, dynamisch und komplex sind auch die Grenzen von Ökosystemen. Mangels genauer Kenntnisse sind deren Grenzen zumeist unscharf, variabel und noch dazu vom jeweiligen Kontext abhängig.


Aktuelle Bioinvasion : Waschbären <br>© Carsten Volkwein / WikipediaAuf Grund menschlicher Aktivitäten geraten natürliche Ökosysteme und dort anwesende Lebewesen weltweit unter Druck. Bioinvasionen, das sind ungewünschte Ansiedlungen bedrängender Arten von Tieren und Pflanzen, sind eine weitere Bedrohung für Ökosysteme. Wenn Lebensräume zerstört werden, verschwinden festsitzende und anderswie davon abhängige Tiere, Pflanzen und sonstige Lebewesen zumeist ebenso. Deshalb bedarf es entsprechender Ersatzbiotope, vor allem für gefährdete Arten, deren Überleben in angestammten Biotopen in Frage gestellt ist. Doch es wird immer schwieriger, geeignete Gebiete in der Natur zu finden. Aus diesem Grund wächst der Bedarf an künstlichen Habitaten mit natürlichen Charakteren und geeigneten Voraussetzungen für die jeweils dort anzusiedelnden Lebensformen.

Auch die rapide Modernisierung der Umwelt, vor allem in der Stadt, lässt den Wunsch nach kleinen Ökosystemen als Ersatz für die zurück gedrängte Natur vermehrt aufkommen. Dementsprechend bemühen sich immer mehr Grundeigentümerinnen sowie Haus- und Stadtverwaltungen um „grüne Inseln“ zur Erholung von Menschen in Siedlungsräumen.

Als einschlägiges Ingenieurbüro bietet BIOSECURITY Planungen zur Schaffung und Sanierung von Biotopen und zwecks Anlage von vereinfachten Ökosystemen an.


Kulturlandschaft als Ökosystem <br>© Dr. Daniel SlamaSo manche/r wünscht sich einen intensiveren Kontakt mit der Natur. Der begrünte Innenhof bzw. der Park in der Nähe mit Hunden, Vögeln und Insekten als einzigen bewegten Lebewesen neben den Menschen ist vielen StadtbewohnerInnen nicht genug. Selbst die angepasste Natur unserer Kulturlandschaften ist manchem/r LandbewohnerIn oder –besucherIn zu wenig. Ausflüge in die Natur sowie Besuche in Naturparks, Tier- und Palmengärten können Sehnsüchte dieser Art nur zum Teil befriedigen. Nicht umsonst boomt die Nachfrage nach Gartenbiotopen, Dach- und Wintergärten, indoor-Kulturen von Orchideen, Palmen, Kakteen etc. sowie nach Aquarien, Terrarien, Volieren und sonstigen Lebensräumen für ausgewählte Tiere und Pflanzen.

Neben den „Klassikern“ gelangen zunehmend neue Arten über den Fachhandel, einschlägige Börsen und das Internet an Liebhaber- und SammlerInnen. So schmücken bereits unzählige importierte Kakteen, Orchideen, Palmen, Farne, Pilze etc. Wohn- und Arbeitsräume. Exotische Vögel, Reptilien, Spinnentiere und Insekten haben dort neue Lebensräume gefunden.

Vielfach fehlt es an Kenntnissen über spezifische Ansprüche dieser Lebewesen. Bei erst seit kurzem vermarkteten, exotischen Arten sind sogar erfahrene TierhalterInnen überfragt. Krankheiten bis hin zu Verlusten mit entsprechenden Kosten sind mögliche Folgen. Darüber hinaus können Fehler bei der Haltung Tieren schwere, unnötige Leiden zufügen.


Oft werden unverträgliche Arten zusammen gehalten, was bei Tieren Stress und Schmerzen auslösen kann. Nicht immer wird dies erkannt, weshalb es immer wieder zu Todesfällen kommt.

Bei attraktiven Vögeln oder Fischen, erfolgen Vergesellschaftungen oft nach farblichen Gesichtspunkten. Farben sind für farbenprächtige Vertreter der Tierwelt wichtige optische Signale. Ungewohnte Farbmuster können falsche Signale an exotische „Mitbewohner“ senden und Konflikte mit schwerwiegenden Folgen generieren. Oft müssen inkompatible Lebensgemeinschaften von Tieren aufgelöst werden. Trennungen unverträglicher Individuen und Weitergaben an andere TierhalterInnen können weitere Probleme schaffen. Dabei entstehen gelegentlich auch Risiken für den Schutz der Gesundheit von Tieren.

Auch die Beschaffung von Tieren und Pflanzen zwecks Zusammenstellung solcherart Gesellschaften ist oft problematisch. Vor allem, wenn es sich um bedrohte Arten handelt. Die Gewinnspannen im Handel mit gefährdeten Arten haben deren Ausbeutung angekurbelt. Bei manchen Arten von exotischen Vögeln und Fischen müssen bis zu 80 % Ausfälle zwischen Wildfang und Abgabe an die EndverbraucherInnen in Kauf genommen werden.

Auf Wunsch plant BIOSECURITY ökologisch sinnvolle Zusammenstellungen und Beschaffungen von Tieren und Pflanzen sowie deren adäquate Unterbringung und Pflege.